Übel und Leid in einer Welt, deren Entwicklung als Selbstorganisation beschrieben wird – wo wirkt da Gott? Schöpfung und Vollendung, Wunder und Gebetserhörung, gar die Rede von Allmacht scheinen einer naiven, weil magischen Vorstellungswelt zu entstammen. Hans Kessler stellt auf einer Abendveranstaltung zur Diskussion, wie man heute angesichts der genannten klassischen wie modernen Herausforderungen sinnvoll von Wirken Gottes reden kann.
Web 2.0 als Dialoginstrument
Regelmäßig nutzt auch forum-grenzfragen Web2.0-Module: Vom Live-Streaming (z. B. bei der Tagung “Gefrorener Geist”) über Youtube-Kanal “grenzfragen” bis zur Facebook-Präsenz Forum Naturwissenschaft Theologie (FNT). Anlass genug, um eine eigene Web2.0-Tagung an dieser Stelle zu dokumentieren.
Warum glauben, wenn Wissenschaft doch Wissen schafft?
“Für Religion ist Glaube primär, Wissen sekundär, für die Naturwissenschaft umgekehrt.” Mutschler über das spannungsreiche Verhältnis von Wissen und Glauben.
Das Vermögen zur Freiheit
Das Vermögen zur Freiheit – begriffliche Klärung und systematische Auseinandersetzung mit der These des Determinismus.
Willensfreiheit ade?
Neurowissenschaftliche Positionen – vom Libet-Experiment bis zur aktuellen Bestreitung der Willensfreiheit.
Eberhard Schockenhoff zur Präimplantationsdiagnostik (PID)
Nach der Bundestag-Entscheidung zur kontrollierten PID-Zulassung bezieht der stellv. Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Eberhard Schockenhoff, Stellung.
Tree of Life – Film oder Gebet?
Klar, dass mich der Film “The Tree of Life” neugierig gemacht hat – geht es doch um die ganz großen Fragen des Menschen: Haben universeller
Makrokosmos und familiärer Mikrokosmos einen letzten Sinn? Zählt der Lebensbaum Darwins oder der Lebensbaum der Religionen? Der Film zeigt die Ambivalenz des Daseins: Schönheit und Leid – Im Großen wie im Kleinen. Immer wieder fragt der Film ähnlich wie Wolfgang Borchert über das Leid: “Wo warst Du?”. Er stellt sich also im Kern der Theodizeefrage, dem “Fels des Atheismus” (Georg Büchner). Und: Er gibt Antworten. Überzeugende?
Grundvertrauen in die Wirklichkeit
Voraussetzung für Identität ist Vertrauen in sich selbst, in andere Menschen und – im Kontext einer theologischen Anthropologie – Vertrauen in Gott.
Stephen Hawking und Gott
Nach Rüdiger Vaas ist das Dass-Sein letztlich unerklärbar, auch nicht durch Transzendenz. Und: Theisten haben ‘Beweispflicht’ für Schöpfung. Erklärungslücke-Argument ist weder notwendig noch hinreichend für Theismus.
Hawkings Kosmologie
Nach Markus Pössel hat die Physik endgültige Antworten auf die Fragen zum Anfang bislang nicht. Aber viele interessante konzeptuelle Ansätze und Möglichkeiten. Hawking stellt vieles davon vereinfacht vor – leider manchmal so, dass der Leser das, was er liest, für gesicherter halten wird, als es ist.