Stefan Bauberger ist einerseits fasziniert vom Erfolg der Physik in ihrer objektivierenden und verallgemeinernden Methode. Gleichzeitig weist er aber auf die Kompatibilität mit anderen Perspektiven der Betrachtung hin. Dabei versteht Bauberger Subjektivität und Besonderheit nicht als Erkenntnisdefizit, sondern als alternative Erkenntnisform.
Die methodische Bestimmtheit der Naturwissenschaften
Tobias Müller benennt Aspekte, die den Erfolg der Naturwissenschaften bedingen, gleichzeitig aber auch die Reichweite der naturwissenschaftlichen Erklärung einschränken. Danach charakterisieren Naturwissenschaften in ihren Beschreibungen bestimmte Aspekte der Wirklichkeit, die von den jeweiligen Methoden abhängig sind.
Die Allgegenwart Gottes – Vom Versuch, Unsterblichkeit zu denken
Nur wenn das menschliche Leben durch seine Selbstüberschreitung in seinen transzendenten Grund zu charakterisieren ist, könne – so Kather – Unsterblichkeit im Sinn eines ewigen, der Zeit enthobenen Lebens gedacht werden.
Gerufene Freiheit – Der Mensch als Geschöpf und seine Geschichte aus christlicher Sicht
Der Mensch wird nach Jörg Splett nicht zum Opfer und Nahrungsgeber für die Götter erschaffen (wie in Mesopotamien), sondern um seiner selbst willen; eine aus Nichts ins Sein gerufene Freiheit zur Liebe.
Der Verlust des Himmels – Zur Bedeutung des modernen Weltbildes für die Theolgie
Dirk Evers deutet an, dass der entgötterte Himmel zwar zu unseren Lebensfragen schweige, er schaffe aber „zugleich Raum für ein Weltverständnis, das das Diesseits von innen heraus als gottoffen verstehen kann“.
Welt und Entweltlichung – Theologisch-systematische Reflexionen
Den Begriff der Entweltlichung hielt Wolfgang Beinert für äußerst problematisch. Gottes Inkarnation in Jesus Christus sei geradezu „Verweltlichung Gottes“, die bis an die Grenzen gehe.
“… damit du gerettet wirst!” (Jeremia 4,14) – Der Ansatzpunkt alttestamentlicher Schöpfungstheologie
Schöpfung, so Georg Steins, sei ein politisch-moralischer Diskurs, ein „Schrei nach Gerechtigkeit“ im umfassendsten Sinn angesichts verbreiteter Ungerechtigkeit. Es gehe um Erlösung als Neuschöpfung des Himmels und der Erde.
Gott im Haus der Wissenschaften – Der Glaube im interdisziplinären Gespräch
Nicht wenige empirische Wissenschaftler sind heute der Meinung, Theologie habe prinzipiell nichts zu suchen im universitären Haus der Wissenschaften. Dagegen bleiben laut Baumann Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften wechselseitig aufeinander verwiesen.
Die verborgene Anwesenheit Galileis beim Zweiten Vatikanischen Konzil
Es gab eine starke Bewegung, Galilei während des Zweiten Vatikanischen Konzils zu rehabilitieren. Am Ende einer erhitzten Debatte wurde ein Kompromiss errungen, der in den endgültigen Text einging.
Sind wir allein im Universum?
Im gesamten Universum dürften wir nicht „allein“ sein, aber extremst getrennt in Raum und Zeit von anderen Erden und deren Bewohnern.