Regine Kather plädiert für einen tiefgreifenden Wandel im menschlichen Verhalten und Denken, um die Natur zu bewahren und eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Eine ethische Neuausrichtung erkennt die Eigenwertigkeit und Dynamik aller Lebensformen und Ökosysteme an.
KI unter Kontrolle? Zum europäischen AI Act
Die Macht der Künstlichen Intelligenz ist erwünscht und gefürchtet zugleich. Nun hat das EU-Parlament mit dem „EU AI Act“ den weltweit einzigartigen Versuch gestartet, diese Technologie zu regulieren. Im Rahmen der Reihe “Nachgefragt” diskutierten wir am 13. Juni 2024 mit Doris Aschenbrenner, über Inhalt und Auswirkungen AI Acts.
Werkstatt Nachhaltigkeit
Die Reihe “Werkstatt Nachhaltigkeit” richtet sich an Kirchengemeinde-, Pastoral- und Dekanatsrät:innen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und möchte dazu beitragen, das diözesane Klimaschutzkonzept zusammen mit den Kirchengemeinden vor Ort umzusetzen.
Über- und Rückblick zur Tagung “Theologie, wie hältst Du es mit der Technik?”
Die Fachtagung “Theologie, wie hältst Du es mit der Technik?” fragte interdisziplinär nach den Herausforderungen der technologischen Durchdringung der Gesellschaft und dem theologischen Diskursbeitrag.
Zwischen Natur und Geist. Technik – Kultur – Theologie
Der systematische Theologe und Ethiker Jörg Dierken geht mit einer breit angelegten Reflexion auf die Begriffe Technik, Kultur und Theologie ein. Verbunden sind diese durch eine am deutschen Idealismus orientierten Verhältnis von Geist und Natur. Von daher diagnostiziert er die Positionen des Transhumanismus und der Gaia-Ökologie.
Digitalisierung – mehr als nur eine neue Technik?
Es geht dem systematischen Theologen Martin Breul auch um drei Probleme der Digitalisierung: Erstens ökonomische Interessen, zweitens die Intransparenz der Algorithmen, drittens die Macht der neuen Medien, zu entscheiden, welche Diskurse und Meinungen öffentlich stattfinden.
Technik und Kirche in Konkurrenz?
Der Pastoraltheologe Wolfgang Beck macht auf das Konkurrenzverhältnis von Religion und Technik aufmerksam. Er will dies aber nicht im Sinne einer kulturellen Verfallshermeneutik verstanden wissen, sondern vielmehr als theologischen Befreiungsprozess, als Befreiung von magischen Vorstellungen und auf Machterhalt ausgerichteter Strategien.
KI als Forschungsthema der Religionspädagogik
Für Birte Platow setzt der Diskursbeitrag von Theolog:innen voraus, dass sie sich technisches Wissen aneignen und ihre theoretischen Grundlagen überdenken müssen. Wichtig sind eine differenzierte Betrachtung von Technik und eine frühe Einbindung in Entwicklungsprozesse. Bezogen auf die Religionspädagogik zeigt Platow auf, wie sich Menschen in Analogie zu vorherrschenden Technologien wahrnehmen, was Auswirkungen auf die Identitätsbildung hat.
Das Streben nach technologischem Enhancement
Der Moraltheologe Sautermeister grenzt Enhancement von Therapie ab und zeigt, dass beide mit Normalitätsvostellungen operieren. Er skizziert einige Leitlinien im Umgang mit Enhancement, die Menschenwürde, Autonomie und Fehlbarkeit in den Blick nehmen.
Der Leib Christi und seine Prothesen
Im Kern des Vortrags der Theologin Franca Spies steht die Annahme, dass die Technikdebatte paradigmatisch ist für grundsätzliche Fragen der Grenzziehung zwischen Innen und Außen. Spies plädiert für eine positive Hermeneutik der Exteriorität, die die prinzipielle ‘Prothesenhaftigkeit’ des Leibes Christi anerkennt.