Neue Aspekte im Dialog zwischen Naturwissenschaft und Glaube. Festvortrag beim Jahrestreffen des Cusanuswerkes, 10. Juni 2001
Weltoffenheit und symbolische Intelligenz – Über die Bestimmung des Menschen unter evolutionärer und philosophischer Perspektive
Die Frage, was der Mensch sei, so argumentierte Kant, sei untrennbar mit dem verbunden, was er wissen könne, tun solle und sich als Sinn erhoffen dürfe. Durch die Entwicklung der modernen Wissenschaften hat diese Frage eine enorme Brisanz gewonnen.
Weisheit (und Wissenschaft)
Wenn ich also über Weisheit zu reden versuche, dann kann ich das nur als ein Nichtweiser tun. Ich bin ein ganz gewöhnlicher Mensch, der sich Gedanken über Weisheit macht, aber Weisheit fällt einem zu, und sie ist sehr oft unsinnig und irrational.
‘Und doch besitzt die Seele eine umarmende Liebe zu ihrem Leibe’ . Reflexionen über die Gemeinschaft von Leib und Seele
Seit einigen Jahren ist die traditionsreiche Frage nach der Verbindung von Leib und Seele durch die moderne Gehirnforschung wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Nach wie vor ist unklar, wie aus toter Materie ein informationsverarbeitendes Organ entstehen kann, das Bewußtsein besitzt und für das die Welt von Farben, Gerüchen und Tönen erfüllt ist.
Aufmerksamkeit – Ein Bindeglied zwischen der Welt und Gott bei Simone Weil
Erst die Aufmerksamkeit verleiht dem Bewußtsein eine Richtung, durch die unter der Vielzahl der Informationen, die unablässig auf einen einströmen, eine Auswahl getroffen wird.
Bereinigte Fronten – gefährdeter Friede. Dialogmöglichkeiten nach Galilei
Verzichtet die Naturwissenschaft auf die großen Sinnfragen, steht sie in einem komplementären Nebeneinander zur Theologie, die sich gerade auf diese Sinnfragen spezialisiert hat. Aber Dialog ist noch mehr als ein solches Nebeneinander.
Leben und Werk von Max Planck
Planck trug seine Entdeckung einer neuen Naturkonstante am 14.12.1900 in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin vor. Dieser Vortrag gilt allgemein als die Geburtsstunde der Quantentheorie.
Die Vielfalt menschlicher Erfahrung. Der Psychologe und Philosoph William James
William James, der ein bedeutender Vermittler zwischen angelsächsischer und kontinental-europäischer Geistesgeschichte werden sollte, wurde im Jahr 1842 in New York geboren. Die Familie wechselte häufig ihren Wohnort, so dass William nicht nur in New York, sondern auch in Paris, London, Genf, Boulogne und Bonn zur Schule ging. Dies legte den Grundstein für seine kosmopolitische Haltung.
Wer sagt, was Leben ist?
Wer sagt, was Leben ist? Haben die Humanwissenschaften mit dem ‘Leben’ nichts mehr zu tun? Tatsächlich ducken sie sich weg, als wollten sie nicht gesehen werden. Oder sie laufen den Naturwissenschaften nach. Beides hilft nicht.
Der Streit um die zwei Kulturen
Sofern es einen gemeinsamen Nenner der Kontroversen gibt, geht es um die Einheit der Wissenschaft als einer unverzichtbaren Voraussetzung, um gemeinsame, rational nachvollziehbare Maßstäbe für Forschung durchsetzen und legitimieren zu können. Wer aber bestimmt die Maßstäbe?