Gegenüber einer Auffassung, in der die Lebenswelt als oberflächlich, die Wissenschaft als wesentlicher Zugang zur Wirklichkeit verstanden wird, bringt Hans-Dieter Mutscher den Primat der Lebenswelt zur Geltung.
Zur Methode und Reichweite der Biologie
Mathias Gutmann fragt (anhand der Beispiele “Evolution” und “Genetik”) danach, welchen Sitz im Leben die Biologie hat, in welcher Weise man von lebensweltlichen Bestimmungen zu wissenschaftlichen Bestimmungen kommt und welche Konsequenzen dieser Weg für die Geltung wissenschaftlicher Aussagen hat.
Zur Methode und Reichweite der Physik
Stefan Bauberger ist einerseits fasziniert vom Erfolg der Physik in ihrer objektivierenden und verallgemeinernden Methode. Gleichzeitig weist er aber auf die Kompatibilität mit anderen Perspektiven der Betrachtung hin. Dabei versteht Bauberger Subjektivität und Besonderheit nicht als Erkenntnisdefizit, sondern als alternative Erkenntnisform.
Die methodische Bestimmtheit der Naturwissenschaften
Tobias Müller benennt Aspekte, die den Erfolg der Naturwissenschaften bedingen, gleichzeitig aber auch die Reichweite der naturwissenschaftlichen Erklärung einschränken. Danach charakterisieren Naturwissenschaften in ihren Beschreibungen bestimmte Aspekte der Wirklichkeit, die von den jeweiligen Methoden abhängig sind.
Der Verlust des Himmels – Zur Bedeutung des modernen Weltbildes für die Theolgie
Dirk Evers deutet an, dass der entgötterte Himmel zwar zu unseren Lebensfragen schweige, er schaffe aber „zugleich Raum für ein Weltverständnis, das das Diesseits von innen heraus als gottoffen verstehen kann“.
Gott im Haus der Wissenschaften – Der Glaube im interdisziplinären Gespräch
Nicht wenige empirische Wissenschaftler sind heute der Meinung, Theologie habe prinzipiell nichts zu suchen im universitären Haus der Wissenschaften. Dagegen bleiben laut Baumann Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften wechselseitig aufeinander verwiesen.
Lehrertagung 2011: “Wissen und Glaube”
“Der Glaube war von Anfang an mit der Vernunft verbunden!” Hans-Dieter Mutschler wendet sich gegen die neuatheistische Polemik eines “denkst du schon oder glaubst du noch”. Zur Lehrplaneinheit “Wissen und Glaube”, Tagung für evangelische und katholische ReligionslehrerInnen der Oberstufe
Warum glauben, wenn Wissenschaft doch Wissen schafft?
“Für Religion ist Glaube primär, Wissen sekundär, für die Naturwissenschaft umgekehrt.” Mutschler über das spannungsreiche Verhältnis von Wissen und Glauben.
Jenseits der Konflikte
Theologie und Naturwissenschaften, sind das nicht Gegensätze? Andreas Losch stellt den Konflikt jedoch als einen modernen Mythos dar.
Kriterien für gelingenden Dialog
Methodisch-technisch verspielte Naturen können die im Buchartikel von Peitz entfalteten Kriterien in einem Benchmarktest zur Anwendung bringen und interdisziplinäre Veröffentlichungen mit Gewinn vergleichen.