Schon wieder ein Buch über den Evolution-Schöpfung-Streit? In der Tat – und zwar kein schlechtes! Das von den drei Biologen Horst Bayrhuber, Astrid Faber und Reinhold Leinfelder herausgegebene „Darwin und kein Ende? Kontroversen zu Evolution und Schöpfung“ setzt gegenüber vorgängigen Publikationen eigene Akzente und empfiehlt sich schon allein aus diesem Grunde.
Der neue Dawkins – ganz der alte?
Nachdem sich der Kämpfer für den Atheismus im “Gotteswahn” so richtig abreagiert und nicht nur den Kreationismus, sondern Religion insgesamt verteufelt hat, schlägt sein neues Buch vermeintlich andere Töne an
Neue Theorie der Hominisation
Der bekannte biologische Anthropologe R. Wrangham (Harvard University) formuliert gleich in der Einleitung seine zentrale „Kochhypothese“. Diese geht davon aus, dass die großen Übergänge in der menschlichen Evolution auf „die Beherrschung des Feuers und die Erfindung des Kochens zurückgeht“.
Kesslers evolutive Sicht der Schöpfung
Hans Kessler, em. systematischer Theologe an der Goethe-Universität Frankfurt, ist seit langem als interdisziplinärer Experte ausgewiesen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, die man an seine neue, im Darwinjahr erschienene Publikation stellt.
Projektbeispiel: Carsten Bresch über Evolution und was von Gott bleibt
Das Buchprojekt von Carsten Bresch kommt von der wissenschaftlichen Erkenntnis zu einer fundamentalen Unbegreiflichkeit – Anknüpfungspunkt für die Unbegreiflichkeit Gottes und eine negative Theologie. Die anschließende Diskussion bezieht sich kritisch auf diese Unbegreiflichkeit Gottes.
Evolution innerhalb einer trinitarischen Prozess-Kosmologie
Ein allen Wirklichkeitszugängen gerecht werdendes Grundverständnis der Wirklichkeit als ganzer bietet eine trinitarisch-theologisch fundierte Kosmologie, die in der Form einer trinitarischen Prozess-Kosmologie im Rückgriff auf Whitehead ausgearbeitet werden kann.
Die Geschichtlichkeit der Evolution
Unter ‚Geschichtlichkeit der Natur‘ sollte man laut Hans-Dieter Mutschler Prozesse verstehen, die kontingent sind und Neues, d. h. Emergentes produzieren.
Spielarten und Geltungsbereiche von Evolutionstheorien
Laut Michael Gudo erhebt die Frankfurter Evolutionstheorie einen makroevolutiven Erklärungsanspruch mit dem Schlagwort “Evolution ohne Anpassung”: Organismen erschließen und gestalten ihre Lebensbereiche selbst nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit ihrer Körperkonstruktion.
Charles Darwin und die Lehre vom “Intelligent Design”
Laut Darwin-Biografin Eve-Marie Engels gründen die heutigen Konflikte um Darwinismus und Intelligent Design im 19. Jhdt. Dabei lässt sich Darwin weder atheistisch noch theistisch vereinnahmen.
RSNG-Kongress 2009 – Evolutionsbiologie im Darwinjahr
Im Darwinjahr ist viel für die Akzeptanz der Evolutionstheorie aufgeboten worden. Angesichts medial erstarkender Evolutionskritiker und mancher Umfrageergebnisse schien dies auch geboten zu sein. Der Kongress fragte nach Anknüpfungspunkten für eine prozesstheologische Deutung.