Orientiert an seinem neuen Buch “Schöpfung – eine Vision von Gerechtigkeit” will Andreas Benk die Fixierung der gängigen Schöpfungstheologie auf die Naturwissenschaften zugunsten ihrer eigentlichen, befreiungstheologischen Intention überwinden.
Menschenwürde und Menschenbilder
Der Tübinger Sozialethiker Dietmar Mieth spricht sich für Menschenwürde als absoluten Wert aus und konkretisiert dies an verschiedenen Menschenbildern.
Der kultivierte Affe
Dieses Buch befasst sich mit der Entwicklung des Bildes, das sich die Europäer im Lauf der Jahrhunderte von den Menschenaffen gemacht haben. Dabei wird deutlich, dass sich unser Verhältnis zu den Tieren grundlegend geändert hat – aber dass sich durch die Forschung ebenso unser Selbstbild gewandelt hat.
Naturalisierung der Moral? Gedanken zu Amoris laetitia und Gender
Wenn das Papstschreiben “Amoris laetitia” den Genderbegriff nicht rezipiert und parallel dazu die Enzyklika Humanae vitae von 1968 empfiehlt, besteht die Gefahr einer Biologisierung der Moral.
Plädoyer für eine ethische Lektüre des Begriffspaares Sex / Gender
Bei der Thematisierung des Geschlechterverhältnisses auf den Begriff “Gender” zu verzichten ist für den Moraltheologen Goertz nur um den Preis einer schlechten Naturalisierung unserer Moral möglich.
“Als Frau geboren oder zur Frau gemacht?” Biologische Anfragen an die Genderforschung
Die Plädoyers der Tagung: Mehr Biologie in der Genderforschung auf der einen Seite, eine genderinformierte Biologie auf der anderen Seite und eine Wertschätzung des Genderbegriffs in der Sexualmoral.
Kommen Tiere in den Himmel?
Heike Baranzke denkt über die Geschichte und derzeitige Praxis von Tierbestattungen nach. Bemerkenswert ist dabei die konfessionell unterschiedliche Reaktion von Theologie und Kirchen auf Tierbestattungen und die Frage “Kommen Tiere in den Himmel?”. So liegen auch die Anfänge der deutschen Tierschutzbewegung im schwäbischen Pietismus.
Menschenaffen zwischen Bestialisierung und Humanisierung
Die Mensch-Tier-Beziehung wurde von Hans-Werner Ingensiep am Beispiel der Geschichte von Aneignungs-, Abgrenzungs- und Begegnungsmustern gegenüber Primaten konkretisiert. Kurz nach ihrer Entdeckung als „Monster“ eingestuft, seien die Menschenaffen mittlerweile auf dem besten Weg, zu „Personen“ zu werden.
Würde der Kreatur und Würde des Menschen
Wie verhält sich die „Würde der Kreatur“ zur „Würde des Menschen“ als Person? Stehen beide Würdebegriffe nicht in Konkurrenz? Schließlich habe in unserer Kultur der Begriff der Menschenwürde stets die Sonderstellung des Menschen und seine Differenz zum Tier betont.
Evolution – Bewusstsein – Freiheit und das Netz des Lebens
Für Regine Kather ist die Vielfalt der Arten eine Folge der genetischen Abstammung aller Lebewesen von den einfachsten Organismen. Das menschliche Bewusstsein sei somit nicht in einem unvermittelten Sprung aus toter Materie entstanden, sondern habe sich aus Vorformen entwickelt. Schon einfache Lebewesen hätten einen Anteil an den Möglichkeiten des Menschen.