KI unter Kontrolle? Zum europäischen AI Act

von Doris Aschenbrenner

Doris Aschenbrenner
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Die Macht der Künstlichen Intelligenz ist erwünscht und gefürchtet zugleich. Nun hat das EU-Parlament einen weltweit einzigartigen Versuch gestartet, diese Technologie zu regulieren. “Das KI-Gesetz ist der allererste Rechtsrahmen für KI, der sich mit den Risiken der KI befasst und Europa in die Lage versetzt, weltweit eine führende Rolle zu spielen”, so die Europäische Kommission auf der entsprechenden Website über die “Gestaltung der digitalen Zukunft Europas”. Im Rahmen der Reihe “Nachgefragt” diskutierten wir am 13. Juni 2024 mit der Informatikerin Doris Aschenbrenner Inhalte und Auswirkungen des AI Acts.

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      Zusammenfassung

      (Transkript von freesubtitles.ai, Zusammenfassung von Claude-3-Sonnet-200k; es gilt das gesprochene Wort)

      • Die Definition von KI und die Einteilung in Risikokategorien war eine zentrale und schwierige Aufgabe für den EU-AI-Act. Es ging darum, klare Regeln dafür aufzustellen, welche KI-Anwendungen erlaubt, eingeschränkt oder verboten sind.
      • Unterschiedliche Akteure wie die EU, USA, China und Unternehmen haben teils sehr unterschiedliche Interessen bei der KI-Regulierung verfolgt.
      • Der Fokus lag darauf, dass der Mensch die Kontrolle über KI-Systeme behalten soll (“menschliche Letztentscheidung”). Dabei sind organisatorische Faktoren wie Arbeitsabläufe und Regeln in Unternehmen/Institutionen entscheidend.
      • Methoden wie partizipatives Design und “User-Centered Design” sollen helfen, KI-Systeme nutzerfreundlich und kontrollierbar zu gestalten.
      • Insgesamt ist der EU-AI-Act sehr umfangreich und wird von verschiedenen Seiten teilweise als zu streng, teilweise als zu lasch kritisiert.

      Zur Vertiefung

      Deutsche Normungsroadmap KI

      Klaus Mainzer / Karin Schieszl-Rathgeb: KI made in Europe – Digitalisierung und der Wettstreit der Wertesysteme.

      Michael Brendel: ChatGPT, Generative KI und wir – Kreative Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll nutzen. Edition Wortverein, 2024.