Gottesgarten, Weltenrad und Uhrwerk. Bilder vom Kosmos

von Regine Kather

Regine Kather
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Abbildung gemeinfrei

Weltmaschine
Abbildung gemeinfrei

Im Unver­mögen, die Natur, in der der Mensch lebt, gleichsam von außen zu betrachten und voll­ständig zu objek­tivie­ren, liegen die Grenzen jeder wissenschaftli­chen Theorie. Keine Theo­rie kann die Natur als Ganze erschöpfend darstellen; jede weist über sich hinaus auf einen uneinhol­baren Überschuß an Wirklichkeit. Um sich dennoch ein Bild vom Welt­gan­zen zu ma­chen, wurden Meta­phern ersonnen, die nicht durch wis­sen­schaft­li­che Detailer­kennt­nisse ersetzt werden können.

Regine Kather möchte paradig­ma­tisch die Funktion einiger Meta­phern, die für die philoso­phische Kosmo­logie des Abend­landes grund­legend sind, nach­zeich­nen. Es han­delt sich um die Meta­phern des Gar­tens, des Lebe­we­sens, des Uhrwerks und der Weltma­schi­ne. Durch die Konzen­tration auf kosmolo­gische Metaphern wird deutlich werden, wie sich die jeweilige naturwissenschaftliche Theorie auf die Gesamtsicht der Wirklichkeit aus­wirkt. Diese Dynamik spiegelt nicht nur die per­spektivische Begrenzung kosmologischer Meta­phern, sondern auch deren uneinhol­baren Über­schuß. Gerade die älte­sten Moti­ve, die des Gar­tens und des Lebewesens, haben nicht nur eine historische Bedeutung; sie werden im 20. Jahr­hun­dert in einem ver­wandelten Sinn wieder aufge­griffen.

Folie7

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