Allmacht oder Ohnmacht?

von Hans Kessler

Übel und Leid in einer Welt, deren Entwicklung als Selbstorganisation beschrieben wird – wo wirkt da Gott? Schöpfung und Vollendung, Wunder und Gebetserhörung, gar die Rede von Allmacht scheinen einer naiven, weil magischen Vorstellungswelt zu entstammen. Hans Kessler stellt auf einer Abendveranstaltung zur Diskussion, wie man heute angesichts der genannten klassischen wie modernen Herausforderungen sinnvoll von Wirken Gottes reden kann.

Klassische und neue Atheisten

von Johanna Rahner

Inhaltlich bringe der neue Atheismus indes nichts Neues, sondern bediene lediglich “Uraltklischees einer Vulgäraufklärung”, wie die systematische Theologin Johanna Rahner in den Worten Klaus Müllers auf den Punkt bringt. Von diesem “marktschreierischen Feuilleton-Atheismus” seien ernster zu nehmende Ansätze zu unterscheiden, die eine neue Runde atheistischer Religionskritik einzuläuten scheinen.

Vom Wissen zur Sinndeutung

von Regine Kather

Obwohl einige Aspekte religiöser Erfahrungen sicher wissenschaftlich analysiert werden können, sind sie trotzdem nicht vollständig wissenschaftlich erklärbar.

Die Bio-Logik des Glaubens

von Michael Blume

Laut Michael Blume ist es viel einfacher, den Glauben an Gott mit dem Glauben an den Weihnachtsmann gleich zu setzen, anstatt ehrlich zu fragen, warum sich das eine lebensweltlich und empirisch so anders auswirkt als das andere.

Die Evolution der Freiheit

von Regine Kather

Wenn Gott eine Schöpfung ermöglicht, in der Wesen ein gewisses Maß an Freiheit haben, dann kann Gott den Gang der Dinge nicht determinieren.

Das unsterbliche Gerücht

von Robert Spaemann

“Wem das alte Gerücht von einem Schöpfergott keine Ruhe lässt, den wird es nicht einschüchtern, wenn die Naturwissenschaft die Entstehung der Arten erklärt. Aber er wird eine ganz anders codierte Botschaft entdecken. Dennoch: Für ein Bündnis ist es zu früh.” (Robert Spaemann)

Vom erfahrungshaften Erkennen Gottes

von Regine Kather

Die Frage, ob wir uns angesichts der modernen Wissenschaften von der ‚Seele’ verabschieden müssen, zielt allein auf die Geistseele. An der Antwort auf diese Frage hängt nichts Geringeres als der Sinn von Religion überhaupt. Ich möchte daher den Indizien nachgehen, die meiner Meinung nach auch heute noch für eine Geistseele sprechen.